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Gut Reichenstein, an der Straße von Mützenich über das Leyloch nach Kalterherberg, ist eine bedeutende historische Stätte in der Nordeifel. Während der französischen Revolution fiel das Kloster der Säkularisation zum Opfer, 1802 wurde das Kloster aufgelöst, die Ländereien und die Gebäude wurden verkauft.
Seit 1971 ist das Gut Reichenstein Privatbesitz. Die renovierte einschiffige Klosterkapelle ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang frei zugänglich. Gelegentlich werden in der Kirche, die viele Jahre als Heustall herhalten musste, Hochzeiten gefeiert. Von 1205 bis 1484 war Reichenstein ein Frauenkloster, dann übernahmen Steinfelder Mönche das Kloster.
Die Mönche von Reichenstein haben über mehrere Jahrhunderte das kirchliche Leben in den Dörfern der Nordeifel geprägt. Mönche waren oftmals die Pfarrer in den umliegenden Dörfern wie Konzen, Roetgen und Eicherscheid.
Auf dem Gut Reichenstein wurde Landwirtschaft betrieben, dort wurde einst auch der „Reichensteiner Klare“ (auch „Reetsteener“ genannt) gebrannt. In den nächsten Jahren wollen französische Benediktiner des Alten Ritus aus dem Gut Reichenstein wieder ein Kloster Reichenstein machen. |