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Der größte aller „Venn-Wacken“ hat einen Namen: Kaiser-Karls-Bettstatt. Um diesen Findling ranken sich Geschichten und Legenden: Vielleicht war der Findling einst für eine Nacht der Lagerplatz des Großen Karl (747 – 804).   Vielleicht war der große Stein schon in vorchristlicher Zeit eine Kult- und Opferstätte. 

Ein paar Schritte vom Parkplatz an der Straße „Im Brand“ entfernt  beginnt der Weg, der uns hinauf zum Steling bringt. Ein Schild weist den Weg und nennt die Entfernung: 1,6 km bis zum Steling, ein Kilometer bis Kaiser-Karls-Bettstatt, eine historische Stätte und ein markanter Punkt an der Grenze im Venn.  Nach gut zehn Minuten Wanderschaft sind wir am ersten Ziel – an Kaiser-Karls-Bettstatt.

Kaiser-Karls-Bettstatt:  Vielleicht war der große Stein tatsächlich einst für eine Nacht der Lagerplatz des Großen Karl. Auf einer großen, aufwändig gestalteten Info-Tafel wird die Legende über die Lagerstatt Kaiser-Karls nacherzählt. Der Sage nach hat Kaiser Karl, als er sich mit seinem Gefolge auf einem Jagdausflug ins Venn verirrt hatte, dort auf dem großen Stein für eine Nacht seine Bettstatt aufgeschlagen. Seine Diener aber waren um die Gesundheit des großen Kaisers besorgt, daher wollte sie ihm als Schutz vor der kalten Eifel-Nacht eine Mütze reichen. Doch Kaiser Karl gab die Order: „Mütze nich.“ Und schon hatte das Dorf unten am Fuße des Steling seinen Namen. 

Der Quarzitblock, etwa 10 Meter von der Grenze zu Belgien entfernt, ist gut fünf Meter lang und zwei Meter breit. Neben ihm liegt noch ein zweiter Findling, er wirkt wie die kleine „Schwester“ des großen eckigen Blocks, der aus der Zeit des Kambriums (geologisch die älteste Periode des Erdzeitalters vor rund 600 Millionen Jahre) stammt. Die auffälligen Steine werden bereits 1205 als Grenzsteine des Territoriums von Reichenstein erwähnt.

Von Kaiser-Karls-Bettstatt aus führen Wanderwege hinein in Brackvenn, zum Entenpfuhl und zum Nathsief. Ein Schild weist aber auch diesen Weg: 800 Meter bis zum Steling.


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